Gotteskammer

Aus Norder Stadtgeschichte
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Gotteskammer war im niederdeutschen Raum im Mittelalter und später die Bezeichnung für ein kirchliches Armenhaus. Ihre Institution entstammt dem Mittelalter, als die Armenwohlfahrt noch nicht vom Staat, sondern von den Kirchen geleistet wurde.

In der Diakonie oder dem Institut der Fremden Armen gab es Gooskammern oder Gotteskammern, in denen arme Witwen gegen ein geringes Entgelt untergebracht waren. Die Norder Gotteskammern befanden sich unter anderem in der Sielstraße (belegt für 1560), am Burggraben (zwei Gotteskammern; 1646) und in der Kirchstraße. Die Häuser am Burggraben und in der Kirchstraße waren Stiftungen des adeligen Familiensitzes Osterhaus.[1][2] Für den Unterhalt der Gotteskammer an der Sielstraße hatten die Bewohner des Hauses Am Markt 1 zu sorgen, bis die Eigentumsrechte am 6. April 1865 an die Stadt abgetreten wurde. Der Kauf erfolgte jedoch erst zum 30. April 1870.[2]

Einzelnachweise

  1. Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 97
  2. 2,0 2,1 Schreiber, Gretje (1994): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 23

Siehe auch