Zweite Dionysiusflut

Aus Norder Stadtgeschichte
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Als Zweite Dionysiusflut wird eine schwere Sturmflut bezeichnet, die die Nordseeküste zwischen Flandern (Belgien) und der Weser am 9. Oktober 1377 heimgesucht haben soll. Die Sturmflut reiht sich in eine Reihe schwerster Sturmfluten des 14. Jahrhunderts ein, das daher auch als Jahrhundert der Sturmfluten bezeichnet wird.

Ihre Erwähnung stützt sich auf unterschiedliche Berichte aus Flandern und Ostfriesland, die sich ursprünglich auf die Jahre 1374 und 1375 bezogen. Spätere Chroniken verlegten die Fluten auf 1376 oder 1377, wobei man in Flandern allerdings behauptete, die Flut hätte sich am 16. November (dem Montag nach Martini) vorgetan. In ostfriesischen Chroniken erschien sodann eine Zweite Dionysiusflut von 1377, von der man meinte, sie hätte die Schäden von 1377 verschlimmert. Das Festhalten an der Jahreszahl 1377 ist vermutlich ein Verweis auf spätmittelalterliche Sintflutmythen.[1] Obwohl sich im Laufe der Zeit viele Zweifel an diesen Daten mehrten, ist man sich mittlerweile einig, dass es diese Sturmflut so tatsächlich gegeben hat.[2]

Einzelnachweise

  1. Knottnerus, Otto Samuel (2011): Verdronken dorpen. In: Groninger Kerken 28, S. 3–8
  2. Gottschalk, Elisabeth (1977): Stormvloeden en rivieroverstromingen in Nederland. Bd. 1, S. 460, 465

Siehe auch